Selbsthilfe bei Schüchternheit und sozialer Phobie

 

Rundbrief Oktober 2007

Inhalt:
   - Theatergruppe in Wolfsburg
   - Yoganachmittag in Wolfsburg
   - Path to Middle Age
   - intakt-Mediothek



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'Das kleine Wahnsinnstheater'

Wir haben vor einigen Monaten eine kleine Theatergruppe (Wahnsinnstheater) für Laien bei der KISS gegründet. Zur Zeit sind wir 4 Ladys.
Wir wurden von der Diakonie für eine Aufführung eingeladen. Die Darbietung soll im Spätherbst stattfinden. Zur Zeit proben wir den "Lottogewinn" von Loriot.
Wer Lust, Interesse, viel Spaß und Humor hat, ist herzlichst bei uns eingeladen um mitzumachen. Wir proben jeden 2. und 4. Montag im Monat, 19 Uhr.
Von der Schüchternengruppe sind zwei dabei. Für mich und meine Freundin von der Schüchternengruppe bedeutet dieses "mal in eine andere Rolle" schlüpfen, einen wichtigen Schritt für unser Selbstbewußtsein. Es erleichtert uns auch im Alltag manche Situationen, wie Ängste, Mutlosigkeit, depressive Stimmungen und Unsicherheiten, etwas besser zu bewältigen.
Also nur Mut, schnuppert doch bei unserem "Wahnsinnstheater" rein. Wir freuen uns auf Euch.

Gruß Bettina



Yoganachmittag in Wolfsburg

Liebe Selbsthilfegruppen-Teilnehmer,
ich, Gabriele, möchte zum Thema Selbstbewußtsein ein Yoga-Seminar in Wolfsburg anbieten. Ihr braucht keine Vorkenntnisse, nur Neugierde auf eine neue Erfahrung. Die Atem- und Körperübungen sind einfach und für Anfänger genau richtig.
Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit Yoga gemacht und habe seitdem ein besseres Körpergefühl.
Yoga kann uns auf körperlicher Ebene ein Bewusstsein für Atemmuster und Verspannungen geben, die uns die Energie rauben. Auf geistiger Ebene hilft Yoga sich eingefahrener Denkmuster, Haltungen und Gewohnheiten bewusst zu werden.
Yoga ist eine praktische Methode, um sich selbst bewusst zu werden, also selbstbewusst zu werden. Ihr braucht nur noch Mut, 2 Wolldecken, 1 Kissen, 1 Handtuch und bequeme Kleidung, dann steht Eurem Selbsterfahrungstrip nichts mehr im Wege.

Bis dann, Gabriele



Das Rätsel der Torwächter - PATH TO MIDDLE AGE

Dank dem mutigem Volke, hier in Goslar so zahlreich zu erscheinen. Von jetzt an aber gibt es kein zurück mehr , denn es gilt eines der unlösbaren Rätsel der finsteren Torwächter Meister Horax und Meister Pestilenz zu lösen.

Um es gleich zu verraten, wir haben alle die Aufgabe gemeistert und das gesuchte Passwort gefunden. Es wird in diesem Bericht aber nicht verraten, ich möchte es vielmehr in den Lösungssatz "Es war ein sehr unterhaltsamer Tag" verändern. Aus diesem Grund, vielen Dank von allen Beteiligten nach Goslar.
Am Samstag den 25.8.07 fanden sich 16 Personen aus den intakt-Gruppen im sonnigen Goslar ein, um eine Reise ins Mittelalter zu machen. Anwesend waren nette Menschen aus Hannover, Braunschweig, Peine und natürlich Goslar . Von 14 bis 15 Uhr wurden wir erstmal auf die Folter gespannt und harrten der Dinge die uns erwarten sollten. Das war bestimmt Absicht! Die Zeit wurde mit kühlen Getränken, Süßigkeiten und Plaudereien überbrückt. Unsere Gastgeber hatten an alles gedacht. Am Anfang gab es zur Einstimmung einen kurzen Film, der eine leichte Gänsehaut erzeugte: sollte man vielleicht doch noch das Weite suchen? Anschließend wiesen uns die finsterbösen Torwächter Meister Pestilenz und Horax in unsere Aufgabe ein. Es wurden zwei Spielgruppen gebildet. Die Lunafighters sollten sich mit den Solwarriors im Wettstreit messen und eine Wanderung durch Goslar antreten.
Hierbei hatten wir zwölf Rätsel zu lösen und die Gelegenheit, mittelalterliche Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen zu lernen. (z.B. Neuwerkkirche, Zwinger, Ritter Ramm, Kaiserworth usw.) In beiden Mannschaften herrschte gute Stimmung und es gab ein prima Teamwork. Ganz nebenbei sahen wir interessante Ecken von Goslar, welche man sonst gar nicht wahrnimmt.
Nach etwa zwei Stunden Fußmarsch kamen wir alle gutgelaunt, erschöpft und vor allem hungrig am Ziel an. Welche Gruppe gesiegt hat, bleibt ein Geheimnis, denn dabei sein ist die Hauptsache . Nun war es Zeit für kühle Erfrischungen, Zigarettenpause, Fotosession und Klönen.
Gemeinsam wurde eine Tafel aufgebaut, bestuhlt, der Tisch gedeckt und der Grill entfacht. Dies geschah mit großem Engagement aller und wurde sehr liebevoll ausgeführt. Es gab Bratwurst, Steaks ,Brot und Getränke gegen einen freiwilligen Unkostenbeitrag. Der kleine Grill war mit dem großen Hunger der Teilnehmer schnell überfordert, aber alle Anwesenden warteten mit knurrendem Magen und unterhielten sich in der Zeit entspannt. Keine Sorge wir sind alle satt und zufrieden nach Hause gefahren!
Gegen 20 Uhr ging die Veranstaltung zu Ende , es gab nur fröhliche Gesichter.
Wir Peiner nutzten den Abend noch zum gemütlichen Ausklang in einem der schönen Eiscafes von Goslar.

Es ist mir wichtig, auszusprechen, dass gerade die kleinen, wenigen Pannen, diese Veranstaltung menschlich und liebenswert machten.
Nobody is perfekt, aber Path To Middleage war eine perfekte Sache. Mit solchen Erfolgen ist spürbar, welche großen Dinge uns in Zukunft noch gelingen können.
Ach so, die finsteren Buben Horax und Pestilenz haben wir natürlich zur Hölle gejagt.

Uwe aus Peine



Ergänzungen von Julian

Zu Uwes Text kann ich nicht mehr viel ergänzen. Aber einige Details müssen doch noch in die Öffentlichkeit:

Es ging in meiner Erfahrung nicht nur darum, die Lösungen zu finden, sondern auch, wenn man als scheinbar einziger drauf gekommen ist, den Rest der Gruppe davon zu überzeugen. Ich habe immer wieder festgestellt, daß ich den anderen, die 100 m weiter (ganz daneben) gesucht haben, Zeichen gegeben hab - und immer wieder versuchte, die Gruppe mit "Da lang"-Zeichen zu dirigieren.

Für die beiden Meister war es eine Gelegenheit, auffällig auf die Straße unter die Menschen zu gehen. Auf dem Rathausplatz sprach mich plötzlich ein Tourist an, gab mir seinen Fotoapparat und bat mich, ihn zusammen mit Meister Pestilenz zu fotografieren. Und ein Kind, das mit dem Fahrrad umgekippt war und weinte, freute sich plötzlich über den schwarzen Mann mit der langen Nase.

Ein Mitglied meiner Gruppe zündete sich eine Zigarette an, und Meister Pestilenz steht genau einen Meter dahinter. Schade, daß ich so schnell die Kamera nicht ziehen konnte, das wäre ein schönes Foto für eine Anti-Rauch-Kampagne geworden.

Die schönste Situation war aber, als wir an einem Haus vorbeikamen, an dem ein Schild hing. Weil irgendwas mit "Psycho..." draufstand, sah ich genauer hin. Da kam von Meister Pestilenz der Spruch:
"Das ist mein Therapeut!"

In diesem Sinne: Ein gelungener Tag.

Julian / Braunschweig



intakt-Mediothek

Auf mehrerer Leute Wunsch hier ein Gesamtüberblick über die Mediothek:

Gillian Butler: "Schüchtern - na und?"
Martin Schuster: "Schüchternheit erfolgreich bewältigen"
Carsten Dieme: "Angst vorm Erröten?"
Ulrich Stangier, David M. Clark, Anke Ehlers: "Soziale Phobie"
Dietmar Hansch: "Erfolgsprinzip Persönlichkeit"

Wolfgang Endres, Markus Olivieri: "Der große Punkt"
Martin Seligman: "Der Glücksfaktor"
Arved Fuchs: "Grenzen sprengen"
Paul Watzlawick: "Anleitung zum Unglücklichsein"
Paul Watzlawick: "Vom Schlechten des Guten"

(ohne Autor): "Autogenes Training"
Selbsthilfebüro Niedersachsen: "Wir bewegen was uns verbindet" (Film)

Laue & Brandt: "Danksagung dem mutigen Leser"
"Villa Paletti" (Geschicklichkeitsspiel)

Die Gruppe Hildesheim besitzt diese Bücher:
Doris Wolf & Rolf Merkle: Gefühle verstehen - Problem bewältigen
Doris Wolf: Ängste verstehen / überwinden
Reneau Peurifoy: Angst, Panik und Phobien
Andreas Kant & Christiane Tilly: Borderline - das Selbsthilfebuch
Hanne Seemann: Selbst-Herrlichkeits-Sicherheitstraining für Frauen und schüchterne Männer
Harriet Lerner: Angst, Furcht und Scham
Krech /Crutchfield: Grundlagen der Psychologie


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zuletzt am 12.10.2017 um 17 Uhr 33