Selbsthilfe bei Schüchternheit und sozialer Phobie

 

Wolfsburger Kurier, 14.2.2016

Schüchtern? Gespräche helfen Ängste zu überwinden

Von (of)

Kommentar: Auf der Sonderseite zum Valentinstag

Was tun bei Schüchternheit? Zum Beispiel mit anderen darüber sprechen. In Wolfsburg existiert seit 2003 eine Selbsthilfegruppe, die sich regelmäßig am 2. und 4. Dienstag des Monats in den Räumen des Paritätischen in der Saarstraße von 17-18.30 Uhr trifft. Julian Kurzidim hat die Gruppe zusammen mit KISS (Kontakt- und Beratungsstelle) gegründet. Die Gruppe ist offen für neue Mitglieder! Der Wolfsburger Kurier sprach mit Gruppengründer Kurzidim über die Selbsthilfegruppe.
Kurier: Sie verfügen über langjährige Erfahrungen mit Selbsthilfe-Gruppen zur Schüchternheit. Wie muss man sich ein solches Treffen vorstellen?
Kurzidim: Die Teilnehmer stellen ihre Gesprächsthemen vor und tauschen sich gegenseitig über aktuelle Erlebnisse aus.
Kurier: Wenn jemand Neues dazukommt, bestehen zu Beginn bestimmt Ängste, einen solchen Schritt zu machen?
Kurzidim: Schüchternheit ist ein großes Thema und eigentlich könnte es viel mehr Selbsthilfegruppen geben. Aktuellen Studien zufolge sind 13 Prozent der Bevölkerung betroffen, Kommt jemand Neuer in die Gruppe, kann man auch ersteinmal zuhören und muss nicht gleich über sich selbst sprechen.
Kurier: Wie kann eine Selbsthilfegruppe jemanden dabei helfen, seine Ängste in den Griff zu bekommen?
Kurzidim: Der Kontakt zu anderen Betroffenen ist entscheidend. Stellen Teilnehmer fest, dass auch andere ähnliche Probleme haben, öffnen sie sich. Durch das Überwinden der eigenen Ängste wird Schüchternheit Schritt für Schritt abgebaut.
Kurier: Und wenn ich ich mich nicht in die Gruppe traue, obwohl sie klein ist?
Kurzidim: Wir bieten die Möglichkeit, telefonischen Kontakt herzustellen oder bei einem Treffen in einem 4-Augengespräch alles zu erläutern. Weitere Infos zu uns gibt es auch unter www.schuechterne.org.
Kurier: Was kann eine SHG leisten und was nicht?
Kurzidim: In einer solchen Gesprächsgruppe ist es möglich, Akzeptanz und Bestätigung zu bekommen. Die Gruppe ist ein gutes Übungsfeld. Ängste abzubauen. Schnelle Heilung ohne Mitarbeit ist allerdings nicht möglich. Den ersten Schritt muß immer der Betroffene selbst machen. Man braucht Zeit. Es lohnt sich, Vertrauen su anderen zu entwickeln und sich selbst weiterzuentwickeln.


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